Beschluss: einstimmig beschlossen

Abstimmung: Ja: 17, Nein: 0, Enthaltungen: 0

 

Der Rat der Stadt Emmerich am Rhein beschießt:

 

1.      der Jahresabschluss des Eigenbetriebes Kultur, Künste Kontakte zum 31.07.2009 wird festgestellt,

2.      der Jahresbetrag in Höhe von 12,36 € wird an die Stadt Emmerich am Rhein abgeführt,

3.      der Betriebsleitung wird für das Wirtschaftsjahr 2008/2009 Entlastung erteilt.

 


 

Frau Dr. Rolff teilt mit, dass das vorliegende Vorwegexemplar des Prüfungsberichtes

mit dem endgültigen Bericht übereinstimmt und nichts mehr geändert wurde.

Sie erläutert genau den Prüfungsauftrag und seine Schwerpunkte und weist darauf hin, dass der Kulturbetrieb auf keinen Fall ein gewinnorientiertes Unternehmen ist.

 

Sie erläutert folgende Punkte der Bilanz näher:

 

Anlage I / Blatt 1 Aktiva: das Anlagevermögen erhöht sich von € 9.952,27 auf

€ 38.881,27. Dies resultiert aus der Neuanschaffung eines Dienst-PKW’s –Gebrauchtwagen- und neuer Büromöbel.

 

Auf die Frage von Manfred Mölder, ob ein Leasing nicht billiger gewesen wäre, erläutert Michael Rozendaal, dass die EGD den Kontoüberhang abschöpft und verzinst und eventuelle Minusbeträge ausgleicht. Diese Vereinbarung ist günstiger, als einen Neuwagen über Leasing zu finanzieren.

 

Bürgermeister Johannes Diks weist auf die außergewöhnliche Maßnahme des Kaufes hin, da der alte Dienstwagen mit Totalschaden liegen geblieben ist. Außerdem wird der Aufwand über 4 Jahre abgeschrieben.

 

Das Umlaufvermögen –sonstige Vermögensgegenstände- von € 82.769,43 auf € 95.939,16 wird durch die Forderung gegen die EGD aus dem Cash-Management geprägt. Die Erhöhung resultiert aus einem Erstattungsanspruch durch die Jahresrechnung 2008 mit der VHS Kleve und einer bewilligten, aber zum Stichtag noch nicht geleisteten Teilzahlung der Stahr-Stiftung.

 

Auf der Passivseite der Bilanz zeigt sich ein gleich gebliebenes Eigenkapital. Es ist ein unverändertes Ergebnis mit einem Überschuss von € 12,36 erzielt worden.

 

Die Rückstellungen reduzieren sich von € 26.836,37 auf € 23.400,00 da Altersteilzeiten ausgelaufen sind.

 

Die Erhöhung der Rechnungsabgrenzungsposten von € 47.832,81 auf € 111.017,02 wurde wesentlich durch die im Berichtsjahr noch nicht vereinnahmte und daher abgegrenzte Rate des Betriebskostenzuschusses der Stadt Emmerich am Rhein in Höhe von € 51.000,00 für den Monat August beeinflusst, die im Vorjahr bereits im Juli 2008 gezahlt wurde.

 

Anlage I / Blatt 2 Gewinn- und Verlustrechnung: die Umsatzerlöse erhöhen sich von

€ 298.378,00 auf € 442.731,51. Diese Umsätze ergeben sich aus einem erhöhten Angebot der Studienreisen, aus Spenden und Sponsoring, weniger aus Theatererlösen.

Ebenso resultiert die Steigerung des Materialaufwand von € 432.421,36 im Vorjahr auf € 618.257,13 aus den erhöhten Mehrkosten für Studienreisen und gestiegenen Veranstaltungskosten.

Die Reduzierung der Personalkosten von € 347.785,88 auf € 320.594,07 ergibt sich aus dem Wechsel der Betriebsleitung und der damit verbundenen Nachbesetzung.

 

Abschließend erklärt Frau Dr. Rolff, dass die Prüfung zu keinen Einwendungen geführt hat und die Ordnungsmäßigkeit ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wiedergibt. Sie bewertet das ausgeglichene Ergebnis als sehr erfreulich und erteilt somit einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

 

Bürgermeister Johannes Diks weist ausdrücklich darauf hin, dass es sich, wie in der Presse veröffentlicht, nicht um einen Gewinn handeln kann, da der Eigenbetrieb aus dem Zuschuss der Stadt finanziert wird.

 

Auf die Frage von Gabriele Hövelmann, warum die Anzahl der Fremdveranstaltungen auf Mietbasis reduziert wurde, erläutert Michael Rozendaal, dass dadurch eigene hochwertige Veranstaltungen besser frequentiert werden. Außerdem erfüllen die Angebote der Fremdveranstalter oft nicht die erwartete Qualität.

 

Horst Derksen stellt die Frage an Frau Dr. Rolff, warum die BDO keinen Vergleich zum Wirtschaftsplan, also was gewollt war, gemacht hat.

 

Frau Dr. Rolff verweist auf Seite 8, den Erfolgsplan.

 

Manfred Mölder fragt nach der Erhöhung der Mieten in Anlage V / Blatt 13.

Michael Rozendaal erklärt diesen Posten mit dem Mehraufwand des zu mietenden Leihwagens bis zur Auslieferung des gebrauchten Neuwagens. Dies ist von den Mieten für Gebäude zu trennen.

 

Gabriele Hövelmann möchte eine Erklärung zur allgemeinen Einschätzung der wirtschaftlichen Situation für die Zukunft, die der Stadtkämmerer Ulrich Siebers beantwortet: für 2010 bleibt der Betriebskostenzuschuss in Höhe von rd. € 680.000,00 zzgl. € 78.559,00 für Mietzahlungen unverändert.

 

Sigrid Weicht stellt eine Erhöhung im Bereich der Reise- und Bewirtungskosten fest. Michael Rozendaal erklärt diese Erhöhung mit der Reise zu den Hansetagen nach Nowgorod, an denen Jugenddeligierte sowie mehrere Einzelpersonen teilgenommen haben. Allerdings wurde ein großer Teil dieser Erhöhung über Spenden der Stadtsparkasse Emmerich-Rees und der Rudolf W. Stahr-Stiftung übernommen.

 

Wolfgang Urbach fragt, ob Pläne vorliegen, wie die rückläufigen Besucherzahlen verhindert werden können.

Michael Rozendaal erläutert, dass mit dem neuen Aktionsabonnement bereits 117 neue Abonnements an Neukunden vergeben wurden. Auch soll die Werbung in diesem Bereich intensiviert werden.

 

Gabriele Hövelmann bedankt sich bei den Mitarbeitern des Kulturbetriebes für die ausgezeichnete Arbeit und stellt den Antrag gemäß Vorlage zu beschließen: